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Kaserne an der Landwehrstraße (Quebec Barracks)
Das bis Ende September 2008 als Kaserne genutzte Areal, befindet sich an der Landwehrstraße, am nordwestlichen Stadtrand von Osnabrück, im Stadtteil Atter und in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze Nordrhein-Westfalens. Das Gelände ist von drei Seiten von Wohnbauflächen umgeben. Unmittelbar an der Nordgrenze verläuft eine Eisenbahnlinie. Die Hauptzufahrt erfolgt über die Landwehrstraße im Osten. Die Entfernung zum Stadtzentrum beträgt rd. 6,5 km, die Entfernung zur A 1 - Anschlussstelle Osnabrück-Hafen ungefähr 3 km.
Auf dem Kasernenareal war vormals das Hauptquartier der Britischen Streitkräfte untergebracht. Das Gelände ist insgesamt 370.410 m² groß und mit 76 Gebäuden bebaut. Im Wesentlichen handelt es sich um:
Unterkunftsgebäude Lagergebäude Verwaltungsgebäude technische Gebäude Schießstand Sporthalle weitere Zweckgebäude
Die gesamte Nutzfläche beträgt ca. 50.900 m².
Das Grundstück verfügt neben der Hauptzufahrt an der Landwehrstraße über eine weitere Nebenzufahrt, die von der Wersener Landstraße in nördlicher Richtung abzweigt. Durch die in Ostwestrichtung verlaufende Hauptzufahrt wird die Kaserne unterteilt in den nördlich gelegenen Unterkunfts- und den südlich liegenden technischen Bereich. Im Westen befinden sich ein Sportplatz und großzügige begrünte Freiflächen.
Die Bebauung der Kaserne weist zum größten Teil eingeschossige Bauten auf, in denen Büros, Unterkünfte und Lagerräume untergebracht sind. Diese Gebäude (Gebäude 1– 10, 12 - 26, 35 – 42) wurden in den Jahren zwischen 1939 und 1940 errichtet. Sie befinden sich in einem altersgerechten baulichen Zustand. Aufgrund ihrer Beschaffenheit sind sie für zivile Zwecke wirtschaftlich nicht nutzbar. In den Jahren 2001 bis 2005 ist die Kaserne mit mehrgeschossigen Unterkunftsgebäuden sowie großen Werkhallen ergänzt worden.

Hierzu gehören eine im Jahr 2003 errichtete Großgarage (Gebäude 63), die im Obergeschoss über großzügige Sanitäranlagen und Auf-enthaltsräume verfügt und eine 2001 gebaute, moderne Fahrzeug-wartungshalle (Gebäude 65). Die baugleichen Unterkunftsgebäude 88 und 89 (Bild ) im Nordosten wurden im Jahr 2005 fertig gestellt und entsprechen modernstem Standart.
Des Weiteren befinden sich auf dem Gelände noch zwei nebeneinander liegende Sporthallen (Gebäude 72, Baujahr 1985 und Gebäude 84, Baujahr 2000) sowie drei Sportplätze im westlichen Bereich. Die Beheizung der Kasernenanlage erfolgt teilweise zentral über ein Heizhaus (Gebäude 47). Die Anfang der 40er Jahre entstandenen Unterkunftsgebäude und die ab 2001 errichteten Neubauten verfügen über Gas betriebene Einzelheizungen. Fast alle Häuser sind aufgrund des hohen Grundwasserspiegels ohne Keller gebaut worden.
Die Kaserne ist an drei Seiten außerhalb des Zaunes von Entwässerungsgräben umgeben, die zweimaljährlich zu reinigen sind. Teilbereiche werden über ein Regenwasserrückhaltebecken hinter den Gebäuden 12 und 13 in den Vorfluter entwässert. Auf dem Grundstück befinden sich zwei Tankstellen mit je zwei Zapfsäulen und zwei Tanks sowie diverse Waschrampen und eine Waschwasser-rückgewinnungsanlage einschließlich der erforderlichen Ölabscheider. Zudem sind auf der Liegenschaft neben ausgedehnten Grün- und Freizeitflächen auch die für militärische Zwecke typischen Verkehrsflächen vorhanden.
Baubestandsplan
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